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		<title>falschgold schreibt</title>
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				<description>Falschgold  - wer schreibt quatscht nicht.</description>
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					<title>Pop Up Leipzig</title>
					<link>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;title=pop_up_leipzig&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Tue, 15 May 2007 18:20:09 +0000</pubDate>
					<dc:creator>falschgold</dc:creator>
					<category>Meinung</category>
<category>Bericht</category>
<category>Reise</category>
<category>Kunst</category>					<guid isPermaLink="false">73@http://falschgold.net/</guid>
					<description>

_Leizpig, 12.5.2007_
_Original in: http://banq.de/rueckblicke.php?id=7379_

Was dem Berliner Dresden ist ("Ach, hier sind alle immer so freundlich!") ist dem Dresdner Leipzig. Der Tankwart empfiehlt Eissorten, der Taxifahrer wechselt nach kurzem Blick in den R&#252;ckspiegel den Radiosender und die kalte Subway-Mamsell gibt Belagempfehlungen aus Ihrem ganz pers&#246;nlichen Erfahrungsschatz. Leipzsch ebend. 

Neben all dem oberfl&#228;chlich-liebenswerten bekommt der Leipziger Kulturschaffende aber auch Sachen in die Reihe, zu der die Dresdner, mehrheitlich aufgeblasenen und uninspirierten Klubbetreiber nicht in der Lage sind: ein kleines, unaufgeregtes Indie-Label meets Fanzine meets Publikum-Popmesschen - verbindlich, freundlich und famili&#228;r im besten Sinn der Worte. 

Dank geRummelSnufften, gr&#252;nen Backstagepass-Armb&#228;ndern der Eintrittsmacht und des Caterings konnten wir den gesparten Betrag f&#252;r den Samstagmessepass, der im &#252;brigen in etwa beim Eintrittspreis f&#252;r eine Liebhaberband in der Scheune liegt, bei den Leipziger Taxiunternehmen f&#252;r mehrfachen Transport eintauschen und trieben uns somit im Werk II, dem Hauptevent der Messe, dem wunderwundersch&#246;nen UT Connewitz gleich um die Ecke, dem Fr&#252;hauf, Studentenklub, klein, Ganjaschwanger und nahezu alkoholfreifrei und der uns&#228;glichen, -ertr&#228;glichen, -m&#246;glichen Moritzbastei um. 

Das Werk II in Connewitz ist die Prenzelberg-Kulturbrauerei der armen Provinz, daf&#252;r lieblich und liebenswert, das Personal, die G&#228;ste, die Musiker, die (m&#228;nnlichen wie weiblichen) Standladies, wirklich sch&#246;n. Auf der Pop Up treffen sich Indielabels, Fanzines und Zines, bis hin zur bemitleidenswerten Spex, die sich &#252;brigens nicht entbl&#246;deten, ihr g&#228;hnend langweiliges Februar-Heft(!) zu verkaufen, Himmel, und spielen Networking. Betonung auf "Spielen", zum Schluss setzt man sich doch lieber raus zum Bier und am&#252;siert sich &#252;ber die selbstreferenziellen "Indie Labels Suck" T-Shirts, die auf einem Stand von stagnation records f&#252;r nen 12er an den Mann gebracht wurden. 

Wenn wir schon mal die Backstagep&#228;sse von Roger Baptist aka Rummelsnuff bekommen, kucken wir uns seine Show selbstredend nochmal an, die Backgroundfilme in 8mm-Manier, die very amusing 70er Jahre, Osten, Urlaubsfilm mit privatfernsehhaften Bild-zum-Text Schnitten paren, die perfekten kleinen Posen, wenn immer sich auf Herrn Baptist eine noch so kleine Handykamera richtet, ist definitives Entertainement und wenn mal irgendein Eurovision-Songcontest-Scout den Megaohrwurm "Halte durch!" h&#246;ren sollte, Gnade uns allen der Raab. 

Im UT Connewitz, einem morbiden klassizistischen Kino bauten abends dann EF aus Schweden ihre Soundfl&#228;chen wie es leider gar nicht mehr &#252;blich ist aus grandiosen drei Gitarren, Bass und Schlagzeug, womit sie dem durch Grand Savoy, Explosions in the Sky und Konsorten ein wenig ausgelutschten Genre neue Berechtigung verliehen, live auf alle F&#228;lle eine Reise wert. 

Alarma Man aus G&#246;teborg bestachen weniger musikalisch, sicher dem etwas zu leisen Sound geschuldet - ihre Intention war eindeutig h&#228;rtere nicht-gleich-Emo-aber-auch-nicht-weit-weg-Mucke - als viel mehr optisch, alldieweil sie typische Schwedische Milchgesichter waren, die sich an der eigenen, beachtlichen Energetik mit permanenten Gesichtsausdr&#252;cken erg&#246;tzten, wie wir M&#228;nner sie beim Orgasmus nicht haben wollen. Insgesamt aber eher "boring". 

Britta Person, der dritten Schwedin des Abends taten wir sicher Unrecht, weil wir nach soviel ordentlichem Gitarrenkrach wirklich keine noch so sch&#246;n klingende Singer-Songwriterin h&#246;ren wollten. "Bescheuertes Lineup", sag ich da mal. 

Dann auf zur Windm&#252;hlenstrasse, in's Fr&#252;hauf, rin, gr&#252;nes K&#252;nstlerarmband des Privilegs gezeigt, freundlich empfangen, Cuba-Libre 3,50, gut ausgeraucht alle, Screamomucke im Kellerklub, wir wollten tanzen, also wieder raus, aber kann man als Geheimtipp abgeben. Windm&#252;hlenstrasse 31, das Ding kennt der Taxifahrer n&#228;mlich nicht. 

Puh... Zwei Uhr nachts tanzen wollen, hiess f&#252;r uns in die Moritzbastei zum Gruseln. Der Mainfloor, best&#252;ckt mit schlecht geschminkten Cyborgs, bebte von klischeehaftem Dummvolk, die H&#228;sslichkeit setzte sich an den W&#228;nden ab, unansehnlichstes wankte Arm in Arm von der Tanzfl&#228;che, zur Bar, zum Klo und ber&#252;hrte den peinlich ber&#252;hrten Betrachter mit billigparf&#252;mgeschw&#228;ngerten Odoren des kalten Grauens. 

Im Saal im Keller erklang Scorpionsartiger allerwelts-Heavy zur traurigen Belustigung der alten, jaja-junggebliebenen, speckhaarigen Schwarzlederfraktion mit Kopftuch, die unseelig wankten, man ahnt es, von der Tanzfl&#228;che, zur Bar, zum Klo. 

Daneben, im kleinsten Saal, stand zun&#228;chst ein Leipziger Graben starr vor dem &#252;blichen Elektroniker, der in seinen Mac starrt, 10 Minuten sp&#228;ter jedoch, nach einer seltsam unpassend lustischen Confrenciage eines leicht betrunkenen Schwarzjacketierten traten auf einmal sehr vern&#252;ftige Breackbeats mit Atmo und Livedrumset in unsere sp&#228;te Nacht und h&#228;tten uns das Tanzen erm&#246;glicht, w&#228;re die Tanzfl&#228;che nicht pl&#246;tzlich von Mitgliedern der Leipziger Tanzgruppe f&#252;r alternativen Ausdruckstanz gest&#252;rmt und somit unbegehbar geworden. Da die beiden ansehnlichen Burschen, E. Stonji und sein Drummer, am Donnerstag im aWB waren, braucht Ihr Euch nicht &#228;rgen, nicht dagewesen zu sein. Wer's auch dort verpasst hat, kann wohl auf neue Termine in Dresden hoffen. 

Also blieb am Ende nur ein bl&#246;des K&#228;sesandwich zum schaumlosen Guiness vom freudlosen Wirt, um uns zu beweisen, dass es unter freundlichen Menschen in einer Stadt, die ziemlich was hermacht, auch immer &#196;rsche geben muss, damit man das alles auch erkennt.


</description>
					<content:encoded><![CDATA[<div class="image_block_right"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/sendet/leipzig.jpg" alt="" title="" width="107" height="134" /></div>

<p><em>Leizpig, 12.5.2007</em><br />
<em>Original in: <a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=7379_">http://banq.de/rueckblicke.php?id=7379</em></a></p>

<p>Was dem Berliner Dresden ist ("Ach, hier sind alle immer so freundlich!") ist dem Dresdner Leipzig. Der Tankwart empfiehlt Eissorten, der Taxifahrer wechselt nach kurzem Blick in den R&#252;ckspiegel den Radiosender und die kalte Subway-Mamsell gibt Belagempfehlungen aus Ihrem ganz pers&#246;nlichen Erfahrungsschatz. Leipzsch ebend.</p>

<p>Neben all dem oberfl&#228;chlich-liebenswerten bekommt der Leipziger Kulturschaffende aber auch Sachen in die Reihe, zu der die Dresdner, mehrheitlich aufgeblasenen und uninspirierten Klubbetreiber nicht in der Lage sind: ein kleines, unaufgeregtes Indie-Label meets Fanzine meets Publikum-Popmesschen - verbindlich, freundlich und famili&#228;r im besten Sinn der Worte.</p>

<p>Dank geRummelSnufften, gr&#252;nen Backstagepass-Armb&#228;ndern der Eintrittsmacht und des Caterings konnten wir den gesparten Betrag f&#252;r den Samstagmessepass, der im &#252;brigen in etwa beim Eintrittspreis f&#252;r eine Liebhaberband in der Scheune liegt, bei den Leipziger Taxiunternehmen f&#252;r mehrfachen Transport eintauschen und trieben uns somit im Werk II, dem Hauptevent der Messe, dem wunderwundersch&#246;nen UT Connewitz gleich um die Ecke, dem Fr&#252;hauf, Studentenklub, klein, Ganjaschwanger und nahezu alkoholfreifrei und der uns&#228;glichen, -ertr&#228;glichen, -m&#246;glichen Moritzbastei um.</p>

<p>Das Werk II in Connewitz ist die Prenzelberg-Kulturbrauerei der armen Provinz, daf&#252;r lieblich und liebenswert, das Personal, die G&#228;ste, die Musiker, die (m&#228;nnlichen wie weiblichen) Standladies, wirklich sch&#246;n. Auf der Pop Up treffen sich Indielabels, Fanzines und Zines, bis hin zur bemitleidenswerten Spex, die sich &#252;brigens nicht entbl&#246;deten, ihr g&#228;hnend langweiliges Februar-Heft(!) zu verkaufen, Himmel, und spielen Networking. Betonung auf "Spielen", zum Schluss setzt man sich doch lieber raus zum Bier und am&#252;siert sich &#252;ber die selbstreferenziellen "Indie Labels Suck" T-Shirts, die auf einem Stand von stagnation records f&#252;r nen 12er an den Mann gebracht wurden.</p>

<p>Wenn wir schon mal die Backstagep&#228;sse von Roger Baptist aka Rummelsnuff bekommen, kucken wir uns seine Show selbstredend nochmal an, die Backgroundfilme in 8mm-Manier, die very amusing 70er Jahre, Osten, Urlaubsfilm mit privatfernsehhaften Bild-zum-Text Schnitten paren, die perfekten kleinen Posen, wenn immer sich auf Herrn Baptist eine noch so kleine Handykamera richtet, ist definitives Entertainement und wenn mal irgendein Eurovision-Songcontest-Scout den Megaohrwurm "Halte durch!" h&#246;ren sollte, Gnade uns allen der Raab.</p>

<p>Im UT Connewitz, einem morbiden klassizistischen Kino bauten abends dann EF aus Schweden ihre Soundfl&#228;chen wie es leider gar nicht mehr &#252;blich ist aus grandiosen drei Gitarren, Bass und Schlagzeug, womit sie dem durch Grand Savoy, Explosions in the Sky und Konsorten ein wenig ausgelutschten Genre neue Berechtigung verliehen, live auf alle F&#228;lle eine Reise wert.</p>

<p>Alarma Man aus G&#246;teborg bestachen weniger musikalisch, sicher dem etwas zu leisen Sound geschuldet - ihre Intention war eindeutig h&#228;rtere nicht-gleich-Emo-aber-auch-nicht-weit-weg-Mucke - als viel mehr optisch, alldieweil sie typische Schwedische Milchgesichter waren, die sich an der eigenen, beachtlichen Energetik mit permanenten Gesichtsausdr&#252;cken erg&#246;tzten, wie wir M&#228;nner sie beim Orgasmus nicht haben wollen. Insgesamt aber eher "boring".</p>

<p>Britta Person, der dritten Schwedin des Abends taten wir sicher Unrecht, weil wir nach soviel ordentlichem Gitarrenkrach wirklich keine noch so sch&#246;n klingende Singer-Songwriterin h&#246;ren wollten. "Bescheuertes Lineup", sag ich da mal.</p>

<p>Dann auf zur Windm&#252;hlenstrasse, in's Fr&#252;hauf, rin, gr&#252;nes K&#252;nstlerarmband des Privilegs gezeigt, freundlich empfangen, Cuba-Libre 3,50, gut ausgeraucht alle, Screamomucke im Kellerklub, wir wollten tanzen, also wieder raus, aber kann man als Geheimtipp abgeben. Windm&#252;hlenstrasse 31, das Ding kennt der Taxifahrer n&#228;mlich nicht.</p>

<p>Puh... Zwei Uhr nachts tanzen wollen, hiess f&#252;r uns in die Moritzbastei zum Gruseln. Der Mainfloor, best&#252;ckt mit schlecht geschminkten Cyborgs, bebte von klischeehaftem Dummvolk, die H&#228;sslichkeit setzte sich an den W&#228;nden ab, unansehnlichstes wankte Arm in Arm von der Tanzfl&#228;che, zur Bar, zum Klo und ber&#252;hrte den peinlich ber&#252;hrten Betrachter mit billigparf&#252;mgeschw&#228;ngerten Odoren des kalten Grauens.</p>

<p>Im Saal im Keller erklang Scorpionsartiger allerwelts-Heavy zur traurigen Belustigung der alten, jaja-junggebliebenen, speckhaarigen Schwarzlederfraktion mit Kopftuch, die unseelig wankten, man ahnt es, von der Tanzfl&#228;che, zur Bar, zum Klo.</p>

<p>Daneben, im kleinsten Saal, stand zun&#228;chst ein Leipziger Graben starr vor dem &#252;blichen Elektroniker, der in seinen Mac starrt, 10 Minuten sp&#228;ter jedoch, nach einer seltsam unpassend lustischen Confrenciage eines leicht betrunkenen Schwarzjacketierten traten auf einmal sehr vern&#252;ftige Breackbeats mit Atmo und Livedrumset in unsere sp&#228;te Nacht und h&#228;tten uns das Tanzen erm&#246;glicht, w&#228;re die Tanzfl&#228;che nicht pl&#246;tzlich von Mitgliedern der Leipziger Tanzgruppe f&#252;r alternativen Ausdruckstanz gest&#252;rmt und somit unbegehbar geworden. Da die beiden ansehnlichen Burschen, E. Stonji und sein Drummer, am Donnerstag im aWB waren, braucht Ihr Euch nicht &#228;rgen, nicht dagewesen zu sein. Wer's auch dort verpasst hat, kann wohl auf neue Termine in Dresden hoffen.</p>

<p>Also blieb am Ende nur ein bl&#246;des K&#228;sesandwich zum schaumlosen Guiness vom freudlosen Wirt, um uns zu beweisen, dass es unter freundlichen Menschen in einer Stadt, die ziemlich was hermacht, auch immer &#196;rsche geben muss, damit man das alles auch erkennt.</p>

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					<title>Olli Schulz und der Hund Marie</title>
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					<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 15:10:12 +0000</pubDate>
					<dc:creator>falschgold</dc:creator>
					<category>Meinung</category>
<category>Bericht</category>
<category>Kunst</category>					<guid isPermaLink="false">67@http://falschgold.net/</guid>
					<description>
_Starclub, Dresden, 17.04.2007_
_Original in: http://banq.de/rueckblicke.php?id=7102_

Also wir waren ja fr&#252;her noch auf richtigen Rockkonzerten. Haben geraucht, ger&#252;lpst und geklatscht wurde nie, weil das mit Bier in der einen und der Kippe in der anderen Hand nicht geht. Und heute? Eine Fanbasis haut zum Dienstag f&#252;nfzehn Eier auf&#180;n Kopp um eines Mannes jeden Atemzug hypnotisiert mit Ah's und Oh's zu folgen und ihn mit Hahaha pflichtbewusst auch bei etwas mieseren Joke's zu supporten (nicht dass das viele gewesen w&#228;ren), einem Mann, der bei abst&#228;ndiger Betrachtung nicht wirklich weit von J&#252;rgen von der Lippe entfernt performt: Olli Schulz. (Also vdL is geil, dass wir uns da mal richtig verstehen.)

Nun, gestern im Starclub, der so angenehm gef&#252;llt war, wie man das bei einem Singer Songwriter gerne hat, wusste der Grand Signor des unterbrochenen Songs wie schon zur letzten Show an gleicher Stelle wieder Geschichten zu erz&#228;hlen, das sich die Balken bogen, was hamwer gelacht - aber Rockmusik war das nicht. Und dabei will er doch so gern. Diesmal mit Standardrockkapellenbesetzungsband, Schlachzeuchgitarrebass, war heftig zu sp&#252;ren, dass der Mann den Rock 'n Roll im Blute hat; aber er kann nicht anders, kaum hat er uns im Bette, rocktechnisch, interrupted er den Koitus um einen Schwank zu erz&#228;hlen, als w&#228;re er ihm gerade eingefallen. Wir lachen, freuen uns und johlen - aber der Drive is raus, das kribbeln weg und da n&#252;tzt es nichts, dass der Rockpenetrator bitgenau den Rocksong fortsetzt wo er soll - wir kucken ihm zu und sind ein bissel ersch&#246;pft.

Fatal kommt hinzu, dass der bandeigene Mischmann zum ersten mal einen EQ vor der Nase hatte und sich wichtig an ihm vergriff, statt einfach nur den Olli bissel lauter zu machen - das is doch Scheisse sowas. Ein Typ mit coolen Texten versinkt im Scheisssound seiner Band. Echt scheisse. Ich war wirklich sauer. Meine musikalisch &#252;blicherweise etwas h&#228;rter druffe +1 war ja fast schon &#252;berzeugt - aber was bringt ein Olli Schulz Konzert, wenn der Text versackt? Penner!

Zum Gl&#252;ck besinnt sich der Herr Schulz &#252;ber grosse Teile seiner Monstershow von gef&#252;hlten zweieinhalb Stunden auf sein grosses Talent: er alleine mit seiner Gitarre, der Story zum Song, seinem Lachen und der Vorf&#252;hrung seines Cincinatty High Punch Kicks - immer wieder gern. Dort kommen dann auch die neueren Songs so an, wie sie geplant sind, denn der Soundtechniker als Showdestroyer ist eliminiert. Irgendwie habe ich mich in diese noch nicht wirklich reingeh&#246;rt und will da jetzt mal die "Fr&#252;her war alles besser" Nummer nicht abziehen, vielleicht bekommt banq.de ja mal ne Plattenkritikecke, dann kann man das nachholen.

Bemerkenswert, schon allein des Zeitpunkts wegen, als man dachte, die Show neige sich gleich dem Ende entgegen, &#252;berraschte DJ Schulz mit einem waschechten Elektrost&#252;ck ohne Gitarre, dafuer mit Video-mit-Handlung im Background (Bank&#252;berfall, gespielt von der Band), davor "Musiktheater", die Band mit Kost&#252;m (wie auf dem Video), Blaumann und Strumpf &#252;berm Kopf bzw. Gerippeanz&#252;gen a la "Around the World". Und ein geiles Teil war's. Das kann er also auch. Wirklich cool.

Abschliessend liess der Herr Schulz nochmal die Hosen runter, bekannte sich zu seinem Traum(ata) ein Heavy Metal Held zu sein und gab eine Iron Maiden-artige Nummer nur deshalb zum Besten, dass seine J&#252;nger ihm doch bitte den Gefallen tun, mal so richtig zu moshen, auf dass er sich wenigstens ein bissel so f&#252;hlen kann, wie mit langen Haaren. Gut, wenn dann nur die H&#228;lfte der J&#252;nger weiss, was moshen ist, hat der Olli ganz Augenscheinlich die falsche Zielgruppe angefixt gestern. Ich h&#228;tte ja einen Tip fuer ihn: Kauf dir 'nen Zerrer, Olli!




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					<content:encoded><![CDATA[<div class="image_block_right"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/zerrer.jpg" alt="" title="" width="101" height="91" /></div>

<p><em>Starclub, Dresden, 17.04.2007</em><br />
<em>Original in: <a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=7102_">http://banq.de/rueckblicke.php?id=7102</em></a></p>

<p>Also wir waren ja fr&#252;her noch auf richtigen Rockkonzerten. Haben geraucht, ger&#252;lpst und geklatscht wurde nie, weil das mit Bier in der einen und der Kippe in der anderen Hand nicht geht. Und heute? Eine Fanbasis haut zum Dienstag f&#252;nfzehn Eier auf&#180;n Kopp um eines Mannes jeden Atemzug hypnotisiert mit Ah's und Oh's zu folgen und ihn mit Hahaha pflichtbewusst auch bei etwas mieseren Joke's zu supporten (nicht dass das viele gewesen w&#228;ren), einem Mann, der bei abst&#228;ndiger Betrachtung nicht wirklich weit von J&#252;rgen von der Lippe entfernt performt: Olli Schulz. (Also vdL is geil, dass wir uns da mal richtig verstehen.)</p>

<p>Nun, gestern im Starclub, der so angenehm gef&#252;llt war, wie man das bei einem Singer Songwriter gerne hat, wusste der Grand Signor des unterbrochenen Songs wie schon zur letzten Show an gleicher Stelle wieder Geschichten zu erz&#228;hlen, das sich die Balken bogen, was hamwer gelacht - aber Rockmusik war das nicht. Und dabei will er doch so gern. Diesmal mit Standardrockkapellenbesetzungsband, Schlachzeuchgitarrebass, war heftig zu sp&#252;ren, dass der Mann den Rock 'n Roll im Blute hat; aber er kann nicht anders, kaum hat er uns im Bette, rocktechnisch, interrupted er den Koitus um einen Schwank zu erz&#228;hlen, als w&#228;re er ihm gerade eingefallen. Wir lachen, freuen uns und johlen - aber der Drive is raus, das kribbeln weg und da n&#252;tzt es nichts, dass der Rockpenetrator bitgenau den Rocksong fortsetzt wo er soll - wir kucken ihm zu und sind ein bissel ersch&#246;pft.</p>

<p>Fatal kommt hinzu, dass der bandeigene Mischmann zum ersten mal einen EQ vor der Nase hatte und sich wichtig an ihm vergriff, statt einfach nur den Olli bissel lauter zu machen - das is doch Scheisse sowas. Ein Typ mit coolen Texten versinkt im Scheisssound seiner Band. Echt scheisse. Ich war wirklich sauer. Meine musikalisch &#252;blicherweise etwas h&#228;rter druffe +1 war ja fast schon &#252;berzeugt - aber was bringt ein Olli Schulz Konzert, wenn der Text versackt? Penner!</p>

<p>Zum Gl&#252;ck besinnt sich der Herr Schulz &#252;ber grosse Teile seiner Monstershow von gef&#252;hlten zweieinhalb Stunden auf sein grosses Talent: er alleine mit seiner Gitarre, der Story zum Song, seinem Lachen und der Vorf&#252;hrung seines Cincinatty High Punch Kicks - immer wieder gern. Dort kommen dann auch die neueren Songs so an, wie sie geplant sind, denn der Soundtechniker als Showdestroyer ist eliminiert. Irgendwie habe ich mich in diese noch nicht wirklich reingeh&#246;rt und will da jetzt mal die "Fr&#252;her war alles besser" Nummer nicht abziehen, vielleicht bekommt banq.de ja mal ne Plattenkritikecke, dann kann man das nachholen.</p>

<p>Bemerkenswert, schon allein des Zeitpunkts wegen, als man dachte, die Show neige sich gleich dem Ende entgegen, &#252;berraschte DJ Schulz mit einem waschechten Elektrost&#252;ck ohne Gitarre, dafuer mit Video-mit-Handlung im Background (Bank&#252;berfall, gespielt von der Band), davor "Musiktheater", die Band mit Kost&#252;m (wie auf dem Video), Blaumann und Strumpf &#252;berm Kopf bzw. Gerippeanz&#252;gen a la "Around the World". Und ein geiles Teil war's. Das kann er also auch. Wirklich cool.</p>

<p>Abschliessend liess der Herr Schulz nochmal die Hosen runter, bekannte sich zu seinem Traum(ata) ein Heavy Metal Held zu sein und gab eine Iron Maiden-artige Nummer nur deshalb zum Besten, dass seine J&#252;nger ihm doch bitte den Gefallen tun, mal so richtig zu moshen, auf dass er sich wenigstens ein bissel so f&#252;hlen kann, wie mit langen Haaren. Gut, wenn dann nur die H&#228;lfte der J&#252;nger weiss, was <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moshen#Moshen" title="Wikipedia - Moshing">moshen</a> ist, hat der Olli ganz Augenscheinlich die falsche Zielgruppe angefixt gestern. Ich h&#228;tte ja einen Tip fuer ihn: Kauf dir 'nen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verzerrer" title="Wikipedia - Verzerre">Zerrer</a>, Olli!</p>

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								<item>
					<title>Bericht aus einer fremden und seltsamen Welt (Konzert: Silbermond)</title>
					<link>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;title=bericht_aus_einer_fremden_und_seltsamen_&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 16:00:09 +0000</pubDate>
					<dc:creator>falschgold</dc:creator>
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					<description>Silbermond, Schlachthof, Dresden, 28.11.2006
Original in http://banq.de/rueckblicke.php?id=6155&#38;idx=2


Nat&#252;rlich muss niemand zu einem Silbermondkonzert gehen, der sich, wie 80% aller banq.de-Leser zu den 20% z&#228;hlt, zu denen er geh&#246;ren m&#246;chte, aber das weiss man ja vorher, oder? Wenn man jedoch quasi gesch&#228;ftlich auf der G&#228;steliste eine Silbermond-Konzertes landet, muss man nicht dumm tun und kuckt sich das an, kein Mensch zwingt einen bis zur Aftershowparty zu bleiben; und als Untersuchungsgegenstand im Proseminar "Mainstream" ist es ganz hervorragend geeignet. 

Nicht dass es mir nach 80er-Jahre-Bautzener Formen der Leibesvisitation gel&#252;stete, aber das deutsche Recht treibt schon recht bunte Bl&#252;ten, oder was bitte soll man vom Empfang durch "Securitykr&#228;fte" vor einem 2000-Besucher Konzert halten, die blond, einssechzig und eindeutig weiblich Dir die Frage stellen: "Haben Sie gef&#228;hrliche Gegenst&#228;nde bei sich wie Flaschen, Feuerwerksk&#246;rper oder Wunderkerzen?" und die meinen eilfertigen eingenommenen Jesus ablehnen mit: "Wir d&#252;rfen Sie nicht abtasten". Ja aber klar d&#252;rft ihr! 

Und wieso werd' ich hier gesiezt?! 

Das erkl&#228;rt sich schnell, denn was man erwartet ist ein Teeniekonzert; was man zu Gesicht bekommt sind Unmengen Zahnarzthelferinnen, die von ihrem Gegenw&#228;rtigen, Typ Bauzeichner, die Karte zum Geburtstag bekommen haben. Dazwischen Damenreisegruppen im Alter zwischen 20 und 40, alle sch&#246;n angeschickst und geilen Blickes auf alles, was nicht aussieht wie ein Bauzeichner. Dazu trinken dicke, alte M&#228;nner Bier und man hofft inst&#228;ndig, dass sie nur hier sind, weil sie nicht 2 Stunden lang im Auto auf ihre Tochter warten m&#246;chten. 

Als Vorband l&#228;dt sich die Wie-Mir-Von-Hier Bautzner Band Silbermond lokales Rockged&#246;ns ein, was an sich ein lobenswerter Zug ist, aber nicht das Einzige an diesem Abend sein wird, was unter "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint" abgelegt geh&#246;rt. Der untalentierte S&#228;nger qu&#228;lte die wahrscheinich schon seit Stunden um den besten Platz vor der B&#252;hne buhlenden Teenager mit uninspiriertester Hardrockmugge und schaffte es lediglich mit seinen Ansagen zu erheitern, unfreiwillig, keine Frage, denn sie waren in tiefem S&#228;chsisch vollst&#228;ndig auf Englisch - bis auf den Hinweis, dass man am 29.12. in der Groove Station spiele. Wer also nach den Feiertagen ein wenig abf&#252;hren m&#246;chte, findet dort gut Gelegenheit. 

Silbermond selber, von mir noch nie wirklich geh&#246;rt, machen reinen Mainstream unter dem Motto "Irgendwas mit Gitarre". Das findet meine begrenzte Zustimmung deshalb, weil es mir irgendwie lieber ist, wenn der oder die Voradoleszente ihre ersten musikalischen Pr&#228;gungen von einem Instrument erhalten, dass junggeschichtlich als das der Revolution gilt. Die Alternative, erste getauschten MP3s des Inhaltes "Fortsetzung von Barbie-Werbejingles mit immergleichen Mitteln" erscheint mir da ungleich gef&#228;hrlicher, die zarten Keime jugendlichen Musikinteresses zu vergiften. 

Wie Mainstream Silbermond sind, l&#228;sst sich mit einem Ph&#228;nomen beschreiben, &#252;ber das ich peinlich &#252;berrascht war: Meine "Komm, wir gehen an die Bar"-Schwelle liegt, obwohl als tolerant und multigenref&#228;hig geltend, bei "Schweinerock" &#228;usserst niedrig. Auch geize ich mit diesem Pr&#228;dikat nicht und verordne es sehr gerne Jedermannslieblingen wie U2, John Spencer Blues Explosion und &#228;hnlichem Gerocke. Dessen angedacht war mir selbst nach einer halben Stunde nicht unbedingt wie rausgehen, der Anlass daf&#252;r war eher mein +1 der sich zu einem laut gebr&#252;llten und kommerzkritisch gemeinten, aber &#228;usserst unpassend getimeten "Fuck You! Fuck You!" gerade in dem Augenblick hinreissen lies, als die komplett empathiefrei S&#228;ngerin, die Stefanie n&#228;mlich, einen auswendig gelernten Spendenaufruf f&#252;r ein M&#228;dchenheim in Kamerun aufsagte. Der durchschnittliche Silbermondfan neigt zwar weniger zur Gewalt als vielmehr zum Absingen von Wir-Sind-Die-Guten Textzeilen wie "Ist diese Welt da um Nazi zu sein - (alle:) NEIN!", aber da wollte ich mich in diesem Augenblick nicht wirklich drauf verlassen und expedierte uns beide lieber zum Bier. 

Genau diese naive Berluc-No-Bomb politische Korrektness durchzieht jedoch das ganze Konzert und nervt ungemein. Nichts gegen Projekte ala www.fanshelfen.de, spendet wenn ihr habt, aber wenn man das derart pionierleiteragitiert runterbringt und das nach einem "Lied" nachdem man vor lauter Gutschleim sofort Counterstrike spielen will, nun, da kann ich meinen Begleiter und seinen Ausbruch schon verstehen. Dazu kommen dann Texte, die sich wohl systemkritisch mit unserer kommerzialisierten Welt auseinandersetzen wollen, aber doch tats&#228;chlich einen Placeholder f&#252;r den jeweiligen Veranstaltungsort beinhalten, also nach dem Motto "..und wo du auch bist, ob im Weltall oder in.. - Bobritsch - ..tralala.." 

Abrundend, die Lightshow dazu war passend strahlende Beliebigkeit, die &#252;bliche Mischung aus 20 Suchscheinwerfern mehr als n&#246;tig und dem obligatorschen 2 Sekunden langen, dem Publikum die Augen ausbrennen durch sonnenhelle, in den Saal gerichtete Scheinwerferfl&#228;chen - beliebig, wie gesagt, obwohl das CI von Silbermond, und so muss man das nennen, nicht das geschmackloseste ist und die dezenten aber wirkungsvollen Videobackgrounds mir fast bei jedem Song ausgereicht h&#228;tten - aber ich bin ja auch &#196;sthet. 

Der Sound, im Schlachthof nicht einfach, aber definitiv zu meistern (ich sage nur "Neubauten"), sollte das Publikum offensichtlich in die Stimmung "Sonntagmorgen, Br&#246;tchen, Kaffee" versetzen, "Schatz, mach das K&#252;chenradio mal ein wenig leiser, ja?" und passte somit perfekt. 

Fazit: Vielleicht hab ich es auch nur solange im Saal ausgehalten, weil ich von der Kommerzialisierung des eigenen musikalischen Schaffens durch Silbermond so fasziniert war und das mit dem Insiderwissen, dass die Band selber die Initiatoren f&#252;r diese Aktionen und Texte sind und nicht, wie zu vermuten, die almighty BMG dahinter - es ist schon deprimierend wenn man sieht wie K&#252;nstler bewusst Bereiche ihres Auftretens in der eigenen Hand behalten, um sie dann auf eine Art und Weise zu betreiben, wie es der kommerziell interessierte Verwerter nicht h&#228;tte besser machen k&#246;nnen. Wenn man gar nicht anders kann als die Sprache seines Herrn zu sprechen - dann ist man wohl Mainstream.</description>
					<content:encoded><![CDATA[<p><em>Silbermond, Schlachthof, Dresden, 28.11.2006<br />
Original in <a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=6155&amp;idx=2">http://banq.de/rueckblicke.php?id=6155&amp;idx=2</a></em></p>

<div class="image_block"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/sekretaerin.jpg" alt="" title="" width="288" height="388" /></div>

<p>Nat&#252;rlich muss niemand zu einem Silbermondkonzert gehen, der sich, wie 80% aller banq.de-Leser zu den 20% z&#228;hlt, zu denen er geh&#246;ren m&#246;chte, aber das weiss man ja vorher, oder? Wenn man jedoch quasi gesch&#228;ftlich auf der G&#228;steliste eine Silbermond-Konzertes landet, muss man nicht dumm tun und kuckt sich das an, kein Mensch zwingt einen bis zur Aftershowparty zu bleiben; und als Untersuchungsgegenstand im Proseminar "Mainstream" ist es ganz hervorragend geeignet.</p>

<p>Nicht dass es mir nach 80er-Jahre-Bautzener Formen der Leibesvisitation gel&#252;stete, aber das deutsche Recht treibt schon recht bunte Bl&#252;ten, oder was bitte soll man vom Empfang durch "Securitykr&#228;fte" vor einem 2000-Besucher Konzert halten, die blond, einssechzig und eindeutig weiblich Dir die Frage stellen: "Haben Sie gef&#228;hrliche Gegenst&#228;nde bei sich wie Flaschen, Feuerwerksk&#246;rper oder Wunderkerzen?" und die meinen eilfertigen eingenommenen Jesus ablehnen mit: "Wir d&#252;rfen Sie nicht abtasten". Ja aber klar d&#252;rft ihr!</p>

<p>Und wieso werd' ich hier gesiezt?!</p>

<p>Das erkl&#228;rt sich schnell, denn was man erwartet ist ein Teeniekonzert; was man zu Gesicht bekommt sind Unmengen Zahnarzthelferinnen, die von ihrem Gegenw&#228;rtigen, Typ Bauzeichner, die Karte zum Geburtstag bekommen haben. Dazwischen Damenreisegruppen im Alter zwischen 20 und 40, alle sch&#246;n angeschickst und geilen Blickes auf alles, was nicht aussieht wie ein Bauzeichner. Dazu trinken dicke, alte M&#228;nner Bier und man hofft inst&#228;ndig, dass sie nur hier sind, weil sie nicht 2 Stunden lang im Auto auf ihre Tochter warten m&#246;chten.</p>

<p>Als Vorband l&#228;dt sich die Wie-Mir-Von-Hier Bautzner Band Silbermond lokales Rockged&#246;ns ein, was an sich ein lobenswerter Zug ist, aber nicht das Einzige an diesem Abend sein wird, was unter "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint" abgelegt geh&#246;rt. Der untalentierte S&#228;nger qu&#228;lte die wahrscheinich schon seit Stunden um den besten Platz vor der B&#252;hne buhlenden Teenager mit uninspiriertester Hardrockmugge und schaffte es lediglich mit seinen Ansagen zu erheitern, unfreiwillig, keine Frage, denn sie waren in tiefem S&#228;chsisch vollst&#228;ndig auf Englisch - bis auf den Hinweis, dass man am 29.12. in der Groove Station spiele. Wer also nach den Feiertagen ein wenig abf&#252;hren m&#246;chte, findet dort gut Gelegenheit.</p>

<p>Silbermond selber, von mir noch nie wirklich geh&#246;rt, machen reinen Mainstream unter dem Motto "Irgendwas mit Gitarre". Das findet meine begrenzte Zustimmung deshalb, weil es mir irgendwie lieber ist, wenn der oder die Voradoleszente ihre ersten musikalischen Pr&#228;gungen von einem Instrument erhalten, dass junggeschichtlich als das der Revolution gilt. Die Alternative, erste getauschten MP3s des Inhaltes "Fortsetzung von Barbie-Werbejingles mit immergleichen Mitteln" erscheint mir da ungleich gef&#228;hrlicher, die zarten Keime jugendlichen Musikinteresses zu vergiften.</p>

<p>Wie Mainstream Silbermond sind, l&#228;sst sich mit einem Ph&#228;nomen beschreiben, &#252;ber das ich peinlich &#252;berrascht war: Meine "Komm, wir gehen an die Bar"-Schwelle liegt, obwohl als tolerant und multigenref&#228;hig geltend, bei "Schweinerock" &#228;usserst niedrig. Auch geize ich mit diesem Pr&#228;dikat nicht und verordne es sehr gerne Jedermannslieblingen wie U2, John Spencer Blues Explosion und &#228;hnlichem Gerocke. Dessen angedacht war mir selbst nach einer halben Stunde nicht unbedingt wie rausgehen, der Anlass daf&#252;r war eher mein +1 der sich zu einem laut gebr&#252;llten und kommerzkritisch gemeinten, aber &#228;usserst unpassend getimeten "Fuck You! Fuck You!" gerade in dem Augenblick hinreissen lies, als die komplett empathiefrei S&#228;ngerin, die Stefanie n&#228;mlich, einen auswendig gelernten Spendenaufruf f&#252;r ein M&#228;dchenheim in Kamerun aufsagte. Der durchschnittliche Silbermondfan neigt zwar weniger zur Gewalt als vielmehr zum Absingen von Wir-Sind-Die-Guten Textzeilen wie "Ist diese Welt da um Nazi zu sein - (alle:) NEIN!", aber da wollte ich mich in diesem Augenblick nicht wirklich drauf verlassen und expedierte uns beide lieber zum Bier.</p>

<p>Genau diese naive Berluc-No-Bomb politische Korrektness durchzieht jedoch das ganze Konzert und nervt ungemein. Nichts gegen Projekte ala <a href="http://www.fanshelfen.de">www.fanshelfen.de</a>, spendet wenn ihr habt, aber wenn man das derart pionierleiteragitiert runterbringt und das nach einem "Lied" nachdem man vor lauter Gutschleim sofort Counterstrike spielen will, nun, da kann ich meinen Begleiter und seinen Ausbruch schon verstehen. Dazu kommen dann Texte, die sich wohl systemkritisch mit unserer kommerzialisierten Welt auseinandersetzen wollen, aber doch tats&#228;chlich einen Placeholder f&#252;r den jeweiligen Veranstaltungsort beinhalten, also nach dem Motto "..und wo du auch bist, ob im Weltall oder in.. - Bobritsch - ..tralala.."</p>

<p>Abrundend, die Lightshow dazu war passend strahlende Beliebigkeit, die &#252;bliche Mischung aus 20 Suchscheinwerfern mehr als n&#246;tig und dem obligatorschen 2 Sekunden langen, dem Publikum die Augen ausbrennen durch sonnenhelle, in den Saal gerichtete Scheinwerferfl&#228;chen - beliebig, wie gesagt, obwohl das CI von Silbermond, und so muss man das nennen, nicht das geschmackloseste ist und die dezenten aber wirkungsvollen Videobackgrounds mir fast bei jedem Song ausgereicht h&#228;tten - aber ich bin ja auch &#196;sthet.</p>

<p>Der Sound, im Schlachthof nicht einfach, aber definitiv zu meistern (ich sage nur "Neubauten"), sollte das Publikum offensichtlich in die Stimmung "Sonntagmorgen, Br&#246;tchen, Kaffee" versetzen, "Schatz, mach das K&#252;chenradio mal ein wenig leiser, ja?" und passte somit perfekt.</p>

<p>Fazit: Vielleicht hab ich es auch nur solange im Saal ausgehalten, weil ich von der Kommerzialisierung des eigenen musikalischen Schaffens durch Silbermond so fasziniert war und das mit dem Insiderwissen, dass die Band selber die Initiatoren f&#252;r diese Aktionen und Texte sind und nicht, wie zu vermuten, die almighty BMG dahinter - es ist schon deprimierend wenn man sieht wie K&#252;nstler bewusst Bereiche ihres Auftretens in der eigenen Hand behalten, um sie dann auf eine Art und Weise zu betreiben, wie es der kommerziell interessierte Verwerter nicht h&#228;tte besser machen k&#246;nnen. Wenn man gar nicht anders kann als die Sprache seines Herrn zu sprechen - dann ist man wohl Mainstream.</p>
]]></content:encoded>
					<comments>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;p=42&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1#comments</comments>
				</item>
								<item>
					<title>Lichtesk (Konzert: Acid, Milch und Honig)</title>
					<link>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;title=lichtesk_konzert_acif_milch_aamp_honig&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 15:57:27 +0000</pubDate>
					<dc:creator>falschgold</dc:creator>
					<category>Meinung</category>
<category>Bericht</category>
<category>Kunst</category>					<guid isPermaLink="false">41@http://falschgold.net/</guid>
					<description>http://banq.de/rueckblicke.php?id=5629&#38;idx=4 Acid, Milch &#38; Honig, Sputnik, Dresden, 14.10.2006
Original in http://banq.de/rueckblicke.php?id=5629&#38;idx=4



Trotz banq.de-Terminkalender-Ignoranz ausverkauft, so richtig mit Schlange vor der T&#252;r und Nur-wenn-einer-geht-kommt-einer-rein-Gemache war ich gottlob schon zu unchristlichen Zeiten, viertelelf, Meineg&#252;te, im Sputnik. Entsprechend leicht unaufgew&#228;rmt f&#252;hlte man sich beim beginn der Acid, Milch &#38; Honig Show - um-ein-Uhr-fr&#252;h Mucke schon um dreiviertelelf zu beginnen ist nat&#252;rlich ein reziprokes Lineup und eine Zumutung fuer Protagonisten wie Komparserie. Viel angenehemer w&#228;re doch ein Warmup der Headliner, Mikrowelle, mit ihrer C64-Rockabilly-Coverversions-Show mit El&#228;kel&#228;iset-Effekt gewesen ("das ist doch von..", "..genau, hier.. na.."), damit sich Andi und sein Nordlead (LE) aka Acid, Milch &#38; Honig danach schaffen kann bis er von der B&#252;hne f&#228;llt - aber wer die bunten Plakate hat bestimmt.. 
 
Zur leichten Unausgeschlafenheit der Zeit passte eine den Showbeginn einl&#228;utende Schulklingel (Oh diese Erinnerungen!) und die "Ich bin der Peter von der 8b"-hafte Ansage des Veranstalters. Auch das mag dazu beigetragen haben, was ich nach den ersten T&#246;nen von Acid, Mich &#38; Honig irgendwo rechts von mir aufschnappte: eine Bemerkung, die fragte, ob man es hier mit einer Parodie zu tun h&#228;tte. Ich, der ich die K&#252;nstler, von denen am Freitag leider nur einer da war, schon im Picknick entdecken durfte, war nat&#252;rlich leicht entsetzt; nach einem kurzen Zur&#252;cklehen konnte ich aber nicht umhin, dem Ahnungslosen zumindest mal die Frage zu gestatten. Klar, wer mit Pfefferm&#252;hlenbreitem s&#228;chsisch, leicht n&#228;selnd den ersten "Sorn" ansagt is vor solcherlei frevelhafter Verwechslung nicht gefeit. Aber zum Gl&#252;ck auch machen Acid, Milch &#38; Honig keine dieser bierernsten Live Performances in denen picklige 20j&#228;hrige nicht deshalb ohne Spot auf der B&#252;hne stehen, sondern damit das Apple-Logo besser aussieht und verbissen in's Notebook starren, bis die Brillengl&#228;ser springen. Nein, hier wird noch gelacht, wenn man was lustisch findet und selbst der &#252;bliche "Och kommt doch mal ein bissel n&#228;her, tanzt doch mal ein bissel!" spruch kam so entwaffnend ehrlich, dass man dem nur lachend Folge leisten konnte. Eine gewisse Joe Cocker-Motorik, die ja letztlich nur Positives &#252;ber die ernsthafte Einstellung zur eigenen Musik sagt, trug zum punktgenauen Treffen vieler Humorzentren im Saal bei. Und, zugegeben, war das auch notwendig. AMH waren gnadenlos im bewussten verdilletantieren von Andreas Dorau-artigen Hooklines (interessanterweise erinnerte die Stimme, in Grenzen durchaus angenehm, an Robert und Mark E. Smith), der Sound war so lala und sowieso zu leise, es war zu fr&#252;h, zu voll, zu warm, zu stickig und wer dann das da vorne nicht lustisch fand, war augenscheinlich schnell gelangweilt. Wer sich dann vorstellt, dass der K&#252;nstler sich einen Federballsschl&#228;ger, ja, einen Federballschl&#228;ger schnappt, weil er sich bl&#246;d vorkomme, bei einer "so geilen Gitarrenlinie ohne Gitarre" auf der B&#252;hne zu stehen, bekommt beim Lesen schnell einen falschen Eindruck - nein, so unpeinlich hab ich so was Peinliches noch Keinen machen seh'n! 
 
Musikalisch haben Acid, Milch &#38; Honig definitiv ein H&#228;ndchen f&#252;r die geniale Hitline - dass man sich dabei vorkommt wie bei Bl&#252;mchen in die Lehre gegangen (O-Ton AMH) liegt in der Natur der Sache. Aber wer sich heute noch "Seven Days And One Week" anh&#246;ren kann ohne sich vor sich selbst zu sch&#228;men, der wird bei AMH nur Respekt! nicken k&#246;nnen. Zwar klingt das alles musikalisch ein paar Monate zu sp&#228;t, hat damit aber einerseits die M&#246;glichkeit ein deutlich breiteres Publikum anzusprechen und andererseits klingt vieles so gut und in die Beine gehend, dass man oftmals Coverversionen vermutet. (Gab's auch als Zugabe..) 

Textlich an vorderster Front und mitten im Geschmacksareal derer, die Die Zeit in der Reihenfolge "Leben, Feuilleton, Politik" lesen. kann man sich einen Vergleich mit s. &#220;berschrift nicht verkneifen, ist aber sehr, sehr gl&#252;cklich, dass Andi das auch weiss und alles was er singt mit diesem leicht absurden Humor bricht, den die Wessis halt nicht haben. 

Man muss vermuten, dass ob der hier genannten Konkurrenz und Vorreiterollen die grosse Karriere von Acid, Milch &#38; Honig in derSchnellebigkeit unsere Zeit versinken wird, aber ein Myspace-Stardom ist dicke drin; also rate ich denn, die Homepage nicht zu reparieren und gleich eine dieser h&#228;sslichen Myspace-Seiten zu bauen und zu hoffen, dass dieser Bericht im f&#252;hrenden Dresdener Medium f&#252;r zu kleine Fonts die Initialz&#252;ndung gibt.</description>
					<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=5629&amp;idx=4">http://banq.de/rueckblicke.php?id=5629&amp;idx=4</a></p><p><em>Acid, Milch &amp; Honig, Sputnik, Dresden, 14.10.2006<br />
Original in <a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=5629&amp;idx=4">http://banq.de/rueckblicke.php?id=5629&amp;idx=4</a></em></p>

<div class="image_block"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/acid.jpg" alt="" title="" width="263" height="350" /></div>

<p>Trotz banq.de-Terminkalender-Ignoranz ausverkauft, so richtig mit Schlange vor der T&#252;r und Nur-wenn-einer-geht-kommt-einer-rein-Gemache war ich gottlob schon zu unchristlichen Zeiten, viertelelf, Meineg&#252;te, im Sputnik. Entsprechend leicht unaufgew&#228;rmt f&#252;hlte man sich beim beginn der Acid, Milch &amp; Honig Show - um-ein-Uhr-fr&#252;h Mucke schon um dreiviertelelf zu beginnen ist nat&#252;rlich ein reziprokes Lineup und eine Zumutung fuer Protagonisten wie Komparserie. Viel angenehemer w&#228;re doch ein Warmup der Headliner, Mikrowelle, mit ihrer C64-Rockabilly-Coverversions-Show mit El&#228;kel&#228;iset-Effekt gewesen ("das ist doch von..", "..genau, hier.. na.."), damit sich Andi und sein Nordlead (LE) aka Acid, Milch &amp; Honig danach schaffen kann bis er von der B&#252;hne f&#228;llt - aber wer die bunten Plakate hat bestimmt..</p>

<div class="image_block"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/acid2.jpg" alt="" title="" width="263" height="350" /></div>

<p>Zur leichten Unausgeschlafenheit der Zeit passte eine den Showbeginn einl&#228;utende Schulklingel (Oh diese Erinnerungen!) und die "Ich bin der Peter von der 8b"-hafte Ansage des Veranstalters. Auch das mag dazu beigetragen haben, was ich nach den ersten T&#246;nen von Acid, Mich &amp; Honig irgendwo rechts von mir aufschnappte: eine Bemerkung, die fragte, ob man es hier mit einer Parodie zu tun h&#228;tte. Ich, der ich die K&#252;nstler, von denen am Freitag leider nur einer da war, schon im Picknick entdecken durfte, war nat&#252;rlich leicht entsetzt; nach einem kurzen Zur&#252;cklehen konnte ich aber nicht umhin, dem Ahnungslosen zumindest mal die Frage zu gestatten. Klar, wer mit Pfefferm&#252;hlenbreitem s&#228;chsisch, leicht n&#228;selnd den ersten "Sorn" ansagt is vor solcherlei frevelhafter Verwechslung nicht gefeit. Aber zum Gl&#252;ck auch machen Acid, Milch &amp; Honig keine dieser bierernsten Live Performances in denen picklige 20j&#228;hrige nicht deshalb ohne Spot auf der B&#252;hne stehen, sondern damit das Apple-Logo besser aussieht und verbissen in's Notebook starren, bis die Brillengl&#228;ser springen. Nein, hier wird noch gelacht, wenn man was lustisch findet und selbst der &#252;bliche "Och kommt doch mal ein bissel n&#228;her, tanzt doch mal ein bissel!" spruch kam so entwaffnend ehrlich, dass man dem nur lachend Folge leisten konnte. Eine gewisse Joe Cocker-Motorik, die ja letztlich nur Positives &#252;ber die ernsthafte Einstellung zur eigenen Musik sagt, trug zum punktgenauen Treffen vieler Humorzentren im Saal bei. Und, zugegeben, war das auch notwendig. AMH waren gnadenlos im bewussten verdilletantieren von Andreas Dorau-artigen Hooklines (interessanterweise erinnerte die Stimme, in Grenzen durchaus angenehm, an Robert und Mark E. Smith), der Sound war so lala und sowieso zu leise, es war zu fr&#252;h, zu voll, zu warm, zu stickig und wer dann das da vorne nicht lustisch fand, war augenscheinlich schnell gelangweilt. Wer sich dann vorstellt, dass der K&#252;nstler sich einen Federballsschl&#228;ger, ja, einen Federballschl&#228;ger schnappt, weil er sich bl&#246;d vorkomme, bei einer "so geilen Gitarrenlinie ohne Gitarre" auf der B&#252;hne zu stehen, bekommt beim Lesen schnell einen falschen Eindruck - nein, so unpeinlich hab ich so was Peinliches noch Keinen machen seh'n!</p>

<div class="image_block"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/acid3.jpg" alt="" title="" width="263" height="350" /></div>

<p>Musikalisch haben Acid, Milch &amp; Honig definitiv ein H&#228;ndchen f&#252;r die geniale Hitline - dass man sich dabei vorkommt wie bei Bl&#252;mchen in die Lehre gegangen (O-Ton AMH) liegt in der Natur der Sache. Aber wer sich heute noch "Seven Days And One Week" anh&#246;ren kann ohne sich vor sich selbst zu sch&#228;men, der wird bei AMH nur Respekt! nicken k&#246;nnen. Zwar klingt das alles musikalisch ein paar Monate zu sp&#228;t, hat damit aber einerseits die M&#246;glichkeit ein deutlich breiteres Publikum anzusprechen und andererseits klingt vieles so gut und in die Beine gehend, dass man oftmals Coverversionen vermutet. (Gab's auch als Zugabe..)</p>

<p>Textlich an vorderster Front und mitten im Geschmacksareal derer, die Die Zeit in der Reihenfolge "Leben, Feuilleton, Politik" lesen. kann man sich einen Vergleich mit s. &#220;berschrift nicht verkneifen, ist aber sehr, sehr gl&#252;cklich, dass Andi das auch weiss und alles was er singt mit diesem leicht absurden Humor bricht, den die Wessis halt nicht haben.</p>

<p>Man muss vermuten, dass ob der hier genannten Konkurrenz und Vorreiterollen die grosse Karriere von Acid, Milch &amp; Honig in derSchnellebigkeit unsere Zeit versinken wird, aber ein Myspace-Stardom ist dicke drin; also rate ich denn, die Homepage nicht zu reparieren und gleich eine dieser h&#228;sslichen Myspace-Seiten zu bauen und zu hoffen, dass dieser Bericht im f&#252;hrenden Dresdener Medium f&#252;r zu kleine Fonts die Initialz&#252;ndung gibt.</p>
]]></content:encoded>
					<comments>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;p=41&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1#comments</comments>
				</item>
								<item>
					<title>Ich kannte Kante nicht..</title>
					<link>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;title=ich_kannte_kante_nicht&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Thu, 08 Mar 2007 15:55:08 +0000</pubDate>
					<dc:creator>falschgold</dc:creator>
					<category>Meinung</category>
<category>Bericht</category>
<category>Kunst</category>					<guid isPermaLink="false">40@http://falschgold.net/</guid>
					<description>Kante, Scheune, Dresden, 22.9.2006
Original in http://banq.de/rueckblicke.php?id=5071&#38;idx=4

Wer kann sich einen solchen Kalauer schon verkneifen, wenn er Tatsache ist. Kante, wie Tomte, wie Kettcar. "Die Band von dem Bassisten von Blumfeld". Hamburg. Mit solchen oder &#228;hnlich knappen Worten und einem Beispielsong war die Sache ganz gut erkl&#228;rt, ein Besuch der Scheune sinnvoll. 

Trotz eher gelb-schwarzes Klientel ansprechender Eintritspreise gut gef&#252;llt, pr&#228;sentierte sich zun&#228;chst der unvermeidliche Support-Act, die Vorband, die, die den Scheisssound f&#252;r den Hauptact haben m&#252;ssen. Sich in Zeiten, in denen man vorm Konzertbesuch gern mal einen Bandnamen an Google &#252;bergibt, "Sport" zu nennen ist entweder Boheme oder Resignation, im Falle der drei Herren und ihrem Herzblut verschwendenden Projekt leider egal. "Sport" wie Sportfreunde Stiller? Songs wie jede andere Bass/Gitarre/Schlagzeug/Gesang-Band? Texte wie jede andere deutsche Band f&#252;r Leute die halt gerne Bands h&#246;ren, die was zu sagen haben - und es leider nicht k&#246;nnen? Zur&#252;ck ans Reissbrett, Jungs, rufen wir Ihnen zu und ziehen uns mit der H&#228;lfte der um 16 Eur &#196;rmeren an die Scheunebar mit Ihren tr&#246;stlich moderaten Preisen zur Bet&#228;ubung zur&#252;ck. 

Kante, die Band, f&#252;r die sich Sport nicht lohnte (oh Gott..) beginnen mit Ihrem Platten- wie Tournamengebenden Song "Die Tiere sind unruhig", einem wirklichen Ohrwurm. Es war der Song, der des Nachmittags zum Konzert eingeladen hatte, bis zum Abend wirklich ab und an wieder in Erinnerung kam, ein sch&#246;nes Ding, wie der Norddeutsche sagt. Textlich mit dem zu erwartenden Niveau, wenn man aus Hamburg kommt, musikalisch wie man es von einer Bassistenband erwartet, rund grummelnd, hymnisch im Refrain, das h&#246;ren wir gern, das tut uns gut. Das der haarschnittbed&#252;rtige Peter Thiesen am Mikrophon bis 2002 bei Blumfeld t&#228;glich Jochen Distelmeyer h&#246;ren musste, kann man beim ersten Song als Entschuldigung gelten lassen, ab dem zweiten schwant einem Schlimmeres. Im Duktus so nahe beim Blumfeld-S&#228;nger, das es schmerzt, die gleichen Harmonien, das gleiche textliche Oeuvre, die gleiche Bandbesetzung bis zum harmonies&#252;chtigen Keyboard. Hat man bei Kitty-Yo keinen zynischem Marktanalytiker der die Band nach dem Ausstieg des Bassisten bei Blumfeld in reinigende Klausur bei Beethoven und Blur schickt?! 

"&#220;bertreibe ich?", frage ich mich beim Gegenh&#246;ren der Platte zum Sonntag. Nein, ich &#252;bertreibe nicht. Es tut schon leid, aber was will man tun, wenn man einem jeden Song auf dem Album von Kante den Komplement&#228;rsong auf der aktuellen Platte von Blumfeld zuordnen kann? F&#252;r sowas ist man beim Label zust&#228;ndig, sowas muss der Producer h&#246;ren, sowas muss man einer Band sagen k&#246;nnen, sowas muss man ihr ersparen! 

Ein Drittel im Konzert, auf dem Album Song No4, "Die gr&#246;sste Party der Geschichte", angek&#252;ndigt mit "Ey, Ihr seid doch hier in Dresden, sowas wie das Partyzentrum, haben wir geh&#246;rt." und "Wer ist den hier so ein richtiger Partypeople, mal die H&#228;nde hoch!" konsequent an Niveau wie Haltung des hiesigen Menschenschlags vorbei geschleimt, sollte so etwas wie musikalische Innvoationsf&#228;higkeit demonstriert werden, "Calypso k&#246;nnen wir auch". Textlich ging es Abw&#228;rts[sic!]. Eine "Rapeinlage" darf nicht fehlen, das Publikum reagiert schlagfertig mit unterk&#252;hlter Hamburger Zur&#252;ckhaltung. 

Mein Abschluss des Konzert, mein Erreichen der Schmerzgrenze, war der erb&#228;rmliche Versuch Kantes psychedelisch zu sein, bekifft zu wirken, Improvisationstalent zu haben. Es wird sich um den Song No6 auf dem Album, "Ducks and Daws", gehandelt haben, es war nicht wichtig, der Altweibersommer war zu sch&#246;n, die Luft zu lau. Verpasst habe ich dabei vom aktuellen Album "Die Hitze dauert an", nicht innovativ aber angenehm, elegisch, Plastikstreicher k&#246;nnen sch&#246;n sein. 

Und doch muss sie gestellt werden, die erneute, letzte Frage, ob man, wenn im Fr&#252;hjahr Blumfeld von Pflanzen und Tieren singen, man sich nicht vielleicht doch ein bissel bl&#246;d vorkommen muss, im Herbst von Pflanzen und Tieren zu singen, als Ex-Bassist von Blumfeld, im gleichen Tonfall, mit gleichem Sound. Ich denke schon.</description>
					<content:encoded><![CDATA[<p>Kante, Scheune, Dresden, 22.9.2006<br />
Original in <a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=5071&amp;idx=4">http://banq.de/rueckblicke.php?id=5071&amp;idx=4</a></p>

<div class="image_block"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/kante.jpg" alt="" title="" width="140" height="100" /></div>

<p>Wer kann sich einen solchen Kalauer schon verkneifen, wenn er Tatsache ist. Kante, wie Tomte, wie Kettcar. "Die Band von dem Bassisten von Blumfeld". Hamburg. Mit solchen oder &#228;hnlich knappen Worten und einem Beispielsong war die Sache ganz gut erkl&#228;rt, ein Besuch der Scheune sinnvoll.</p>

<p>Trotz eher gelb-schwarzes Klientel ansprechender Eintritspreise gut gef&#252;llt, pr&#228;sentierte sich zun&#228;chst der unvermeidliche Support-Act, die Vorband, die, die den Scheisssound f&#252;r den Hauptact haben m&#252;ssen. Sich in Zeiten, in denen man vorm Konzertbesuch gern mal einen Bandnamen an Google &#252;bergibt, "Sport" zu nennen ist entweder Boheme oder Resignation, im Falle der drei Herren und ihrem Herzblut verschwendenden Projekt leider egal. "Sport" wie Sportfreunde Stiller? Songs wie jede andere Bass/Gitarre/Schlagzeug/Gesang-Band? Texte wie jede andere deutsche Band f&#252;r Leute die halt gerne Bands h&#246;ren, die was zu sagen haben - und es leider nicht k&#246;nnen? Zur&#252;ck ans Reissbrett, Jungs, rufen wir Ihnen zu und ziehen uns mit der H&#228;lfte der um 16 Eur &#196;rmeren an die Scheunebar mit Ihren tr&#246;stlich moderaten Preisen zur Bet&#228;ubung zur&#252;ck.</p>

<p>Kante, die Band, f&#252;r die sich Sport nicht lohnte (oh Gott..) beginnen mit Ihrem Platten- wie Tournamengebenden Song "Die Tiere sind unruhig", einem wirklichen Ohrwurm. Es war der Song, der des Nachmittags zum Konzert eingeladen hatte, bis zum Abend wirklich ab und an wieder in Erinnerung kam, ein sch&#246;nes Ding, wie der Norddeutsche sagt. Textlich mit dem zu erwartenden Niveau, wenn man aus Hamburg kommt, musikalisch wie man es von einer Bassistenband erwartet, rund grummelnd, hymnisch im Refrain, das h&#246;ren wir gern, das tut uns gut. Das der haarschnittbed&#252;rtige Peter Thiesen am Mikrophon bis 2002 bei Blumfeld t&#228;glich Jochen Distelmeyer h&#246;ren musste, kann man beim ersten Song als Entschuldigung gelten lassen, ab dem zweiten schwant einem Schlimmeres. Im Duktus so nahe beim Blumfeld-S&#228;nger, das es schmerzt, die gleichen Harmonien, das gleiche textliche Oeuvre, die gleiche Bandbesetzung bis zum harmonies&#252;chtigen Keyboard. Hat man bei Kitty-Yo keinen zynischem Marktanalytiker der die Band nach dem Ausstieg des Bassisten bei Blumfeld in reinigende Klausur bei Beethoven und Blur schickt?!</p>

<p>"&#220;bertreibe ich?", frage ich mich beim Gegenh&#246;ren der Platte zum Sonntag. Nein, ich &#252;bertreibe nicht. Es tut schon leid, aber was will man tun, wenn man einem jeden Song auf dem Album von Kante den Komplement&#228;rsong auf der aktuellen Platte von Blumfeld zuordnen kann? F&#252;r sowas ist man beim Label zust&#228;ndig, sowas muss der Producer h&#246;ren, sowas muss man einer Band sagen k&#246;nnen, sowas muss man ihr ersparen!</p>

<p>Ein Drittel im Konzert, auf dem Album Song No4, "Die gr&#246;sste Party der Geschichte", angek&#252;ndigt mit "Ey, Ihr seid doch hier in Dresden, sowas wie das Partyzentrum, haben wir geh&#246;rt." und "Wer ist den hier so ein richtiger Partypeople, mal die H&#228;nde hoch!" konsequent an Niveau wie Haltung des hiesigen Menschenschlags vorbei geschleimt, sollte so etwas wie musikalische Innvoationsf&#228;higkeit demonstriert werden, "Calypso k&#246;nnen wir auch". Textlich ging es Abw&#228;rts[sic!]. Eine "Rapeinlage" darf nicht fehlen, das Publikum reagiert schlagfertig mit unterk&#252;hlter Hamburger Zur&#252;ckhaltung.</p>

<p>Mein Abschluss des Konzert, mein Erreichen der Schmerzgrenze, war der erb&#228;rmliche Versuch Kantes psychedelisch zu sein, bekifft zu wirken, Improvisationstalent zu haben. Es wird sich um den Song No6 auf dem Album, "Ducks and Daws", gehandelt haben, es war nicht wichtig, der Altweibersommer war zu sch&#246;n, die Luft zu lau. Verpasst habe ich dabei vom aktuellen Album "Die Hitze dauert an", nicht innovativ aber angenehm, elegisch, Plastikstreicher k&#246;nnen sch&#246;n sein.</p>

<p>Und doch muss sie gestellt werden, die erneute, letzte Frage, ob man, wenn im Fr&#252;hjahr Blumfeld von Pflanzen und Tieren singen, man sich nicht vielleicht doch ein bissel bl&#246;d vorkommen muss, im Herbst von Pflanzen und Tieren zu singen, als Ex-Bassist von Blumfeld, im gleichen Tonfall, mit gleichem Sound. Ich denke schon.</p>
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				</item>
								<item>
					<title>Bill Gates (Konzert: The Whitest Boy Alive)</title>
					<link>http://falschgold.net/index.php?blog=8&amp;title=bill_gates_konzert_the_whitest_boy_alive&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 12:11:23 +0000</pubDate>
					<dc:creator>falschgold</dc:creator>
					<category>Meinung</category>
<category>Bericht</category>
<category>Kunst</category>					<guid isPermaLink="false">35@http://falschgold.net/</guid>
					<description>The Whitest Boy Alive, Scheune, Dresden, 26.09.2006
Original in http://banq.de/rueckblicke.php?id=5073&#38;idx=4

   

Ach wir Dresdner. Das ist schon sch&#246;n mit anzusehen, wie wir weitgereisten G&#228;sten die &#220;berraschung bereiten, zum Dienstag, f&#252;r ungern regelm&#228;ssig arbeitende sicher der abscheulichste Tag der Woche, vor einem sehr gut gef&#252;llten Saal zu spielen. Und wenn die jetzt denken, dass ist hier immer so?!

Na egal. In der Scheune also pr&#228;sentierten mit leichtem Sch&#252;lerband-Understatement The Whitest Boy Alive Hits f&#252;r den experimentellen Chemieunterricht. Nur dass die meisten halt Dienstag kein Chemie haben, um diese leicht kindische Metapher gleich mal wieder zu beenden.

Frontmann, Erlend (den Nachnamen kann euer Browser sowieso nich darstellen) mit Brille Modell: "Bill Gates '86" auf der Nase, erg&#246;tzte sich sichtlich am Rumsbums von links und dem Zwitscherzwirbel von rechts und am allermeisten daran, dass er erstaunlicherweise total korrekte kleine Solis seiner Gitarre entlocken konnte - im Takt! Dazu darf man ja nun nicht erst seit den Death Cabs grenzwertig hoch singen und wird trotzdem akzeptiert, noch nicht mal erst seit Fink, man kann das regelrecht schon seit den ehrenwerten Galaxy 500. Und so tat er's Ihnen nach, und zwar korrekt, sehr sch&#246;n und passend sowieso.

Schade allerdings, das die Jungs nicht daran gedacht hatten dem eigenen Tonmenschen, wenn sie ihn denn schon mal eine Tour lang mit Bier versorgen, vor dem Konzert zu erkl&#228;ren, dass eine Band, deren S&#228;nger stimmlich eher filigran zur Sache spricht und die sich rhythmisch eher an monotonem Geschiessbude aufrichtet, steht und f&#228;llt, f&#228;llt und steht mit dem, was der Mann mit den 4 Saiten an den 5 Fingern will. Bass. Nein, nicht nur Bassdrum. Bass. Das Ding was immer so sch&#246;n warm um's Herz macht. Die Baselines waren nicht unh&#246;rbar aber deutlich zu leise, was dem Ganzen den Schmelz nimmt, den es auf der Platte hat. Einfach schade.

Apropos Schiessbude, was mir auch selten passiert: selten habe ich mich &#252;ber einen derart undezenten Reggae so gefreut wie nach den ersten 45 Minuten Sch&#252;lergetrommel des, clubby, ey, nach rechts auf der B&#252;hne verbannten Schlagwerkers, wie er doch auf einmal die "Und" entdeckte, traumhaft war das! Der Drummer hat das f&#252;r ihn grosse Gl&#252;ck, noch nie von einem gewissen Mathias Macht (Tijuana Mon Amour Broadcastig Inc. unter vielem anderen) geh&#246;rt zu haben, geschweige denn - etwas - von ihm, The Whitest Boy Alive h&#228;tten keinen Drummer mehr, und die Welt eine L&#228;rmquelle weniger. Das ein Livedrummer ein solches Set nicht immer aufwertet war leider, leider bewiesen.

Irgendwie ergaben diese ganzen kleinen Dilletantismen jedoch ein wirklich stimmiges Bild, oben Menschen, die sich freuen mal aus dem Kinderzimmer zu kommen und unten Leute, die auf einmal die Zuversicht kennenlernten, da&#223; &#252;berhaupt kein Profigetue dazu geh&#246;rt, einem vollen Saal einen sch&#246;nen Abend zu bereiten, als w&#246;llten sie uns sagen: "Ja, das k&#246;nnt Ihr alle auch, frisches T-Shirt anziehen und die Brille putzen, der Rest ergibt sich.." Und recht haben sie, solange ich unten stehe und grinse und da oben jemand steht der schwitzt und lacht, h&#246;r ich mir den gr&#246;&#223;ten Scheiss an - der das nun wirklich nicht war, es waren einfach nur nette Songs, nett dargebracht. Och, da sag ich mal ja..
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					<content:encoded><![CDATA[<p><em>The Whitest Boy Alive, Scheune, Dresden, 26.09.2006</em><br />
<em>Original in <a href="http://banq.de/rueckblicke.php?id=5073&amp;idx=4">http://banq.de/rueckblicke.php?id=5073&amp;idx=4</a></em></p>

<div class="image_block"><img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/twba.jpg" alt="" title="" width="200" height="149" />  <img src="http://falschgold.net/media/blogs/schreibt/ms.jpg" alt="" title="" width="200" height="149" /></div>

<p>Ach wir Dresdner. Das ist schon sch&#246;n mit anzusehen, wie wir weitgereisten G&#228;sten die &#220;berraschung bereiten, zum Dienstag, f&#252;r ungern regelm&#228;ssig arbeitende sicher der abscheulichste Tag der Woche, vor einem sehr gut gef&#252;llten Saal zu spielen. Und wenn die jetzt denken, dass ist hier immer so?!</p>

<p>Na egal. In der Scheune also pr&#228;sentierten mit leichtem Sch&#252;lerband-Understatement The Whitest Boy Alive Hits f&#252;r den experimentellen Chemieunterricht. Nur dass die meisten halt Dienstag kein Chemie haben, um diese leicht kindische Metapher gleich mal wieder zu beenden.</p>

<p>Frontmann, Erlend (den Nachnamen kann euer Browser sowieso nich darstellen) mit Brille Modell: "Bill Gates '86" auf der Nase, erg&#246;tzte sich sichtlich am Rumsbums von links und dem Zwitscherzwirbel von rechts und am allermeisten daran, dass er erstaunlicherweise total korrekte kleine Solis seiner Gitarre entlocken konnte - im Takt! Dazu darf man ja nun nicht erst seit den Death Cabs grenzwertig hoch singen und wird trotzdem akzeptiert, noch nicht mal erst seit Fink, man kann das regelrecht schon seit den ehrenwerten Galaxy 500. Und so tat er's Ihnen nach, und zwar korrekt, sehr sch&#246;n und passend sowieso.</p>

<p>Schade allerdings, das die Jungs nicht daran gedacht hatten dem eigenen Tonmenschen, wenn sie ihn denn schon mal eine Tour lang mit Bier versorgen, vor dem Konzert zu erkl&#228;ren, dass eine Band, deren S&#228;nger stimmlich eher filigran zur Sache spricht und die sich rhythmisch eher an monotonem Geschiessbude aufrichtet, steht und f&#228;llt, f&#228;llt und steht mit dem, was der Mann mit den 4 Saiten an den 5 Fingern will. Bass. Nein, nicht nur Bassdrum. Bass. Das Ding was immer so sch&#246;n warm um's Herz macht. Die Baselines waren nicht unh&#246;rbar aber deutlich zu leise, was dem Ganzen den Schmelz nimmt, den es auf der Platte hat. Einfach schade.</p>

<p>Apropos Schiessbude, was mir auch selten passiert: selten habe ich mich &#252;ber einen derart undezenten Reggae so gefreut wie nach den ersten 45 Minuten Sch&#252;lergetrommel des, clubby, ey, nach rechts auf der B&#252;hne verbannten Schlagwerkers, wie er doch auf einmal die "Und" entdeckte, traumhaft war das! Der Drummer hat das f&#252;r ihn grosse Gl&#252;ck, noch nie von einem gewissen Mathias Macht (Tijuana Mon Amour Broadcastig Inc. unter vielem anderen) geh&#246;rt zu haben, geschweige denn - etwas - von ihm, The Whitest Boy Alive h&#228;tten keinen Drummer mehr, und die Welt eine L&#228;rmquelle weniger. Das ein Livedrummer ein solches Set nicht immer aufwertet war leider, leider bewiesen.</p>

<p>Irgendwie ergaben diese ganzen kleinen Dilletantismen jedoch ein wirklich stimmiges Bild, oben Menschen, die sich freuen mal aus dem Kinderzimmer zu kommen und unten Leute, die auf einmal die Zuversicht kennenlernten, da&#223; &#252;berhaupt kein Profigetue dazu geh&#246;rt, einem vollen Saal einen sch&#246;nen Abend zu bereiten, als w&#246;llten sie uns sagen: "Ja, das k&#246;nnt Ihr alle auch, frisches T-Shirt anziehen und die Brille putzen, der Rest ergibt sich.." Und recht haben sie, solange ich unten stehe und grinse und da oben jemand steht der schwitzt und lacht, h&#246;r ich mir den gr&#246;&#223;ten Scheiss an - der das nun wirklich nicht war, es waren einfach nur nette Songs, nett dargebracht. Och, da sag ich mal ja..</p>
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