Tourismus verdirbt den Charakter – nicht unbedingt..
Auf dem Weg zum Ticketkauf fuer’s Benficaspiel gegen die gluecklose Hertha lag der Lissaboner Ortsteil Carnide mit dem Reisefuehrergelobten “O Miudinho” fast auf dem Weg.
Carnide ist das Altnauslitz des Neubauhausschen Wohngebietes um das Estadio de Luz herum, ein Quadratkilometer Altbau, zum Teil gut ummauert, im Semislum, mit Dorfkern, Bank unter Palme - das reine Altkoetzschenbroda.
“Carnide” klingt schon mal fast wie Fleisch (“Carne”) und somit gut, nur die terroristische Erwaehnung bereitete uns Prebauchschmerzen. Unnoetig, zwar profitierte das Interieur von der Touristenflut und sieht nunmehr aus wie eine neue tschechische Gaststaette, dem versprochenen traditionellen, einfachen Essen hat sie nichts anhaben koennen.
Ein simpler Kalbsschaschlickspiess, fast nur aus Fleisch und ein paar Zwiebelscheiben bestehenden, ersteres “Au Point” dazu ein paar Baconscheiben und Pommes und herr Falschgold war gluecklichgestellt und mal wieder gezeigt, dass nicht alles in Portugal durchgebraten wird.
Frau L. bekam ein, wie wir ein paar Tage spaeter merken sollten, sehr typisches Gericht, ein milder Schweinegulasch mit Knoblauch, leichtem (suessen) Chillieinschlag, dazu Clams (wie heisst diese Muschel im Deutschen? Clams, wie in “Drunken Clam“?) und sehr sauer eingelegten Karotten und Blumenkoehlchenroeschen, dazu Pommeswuerfeldingens, wird allgemein gern gereicht und schmeckt im allgemeinen maessig, aber es geht ja um’s Fleisch!.
4x Essen, 4x Great! Wie soll das enden?!





