Somit ist "The Ascent of Money" der ideale Opernführer für das derzeitige Drama, dass irgendwie (noch) niemanden persönlich so zu tangieren scheint, wie es ihm der Anchorman weiszumachen sucht. Auf 450 Seiten erzählt Ferguson in unprofessoralem Ton, geschichtendurchwoben von dem Ding, das als simples Hilfsmittel begann, um Ernteeinkünfte mit Viehherden besser verrechnen zu können und heute fast allen Menschen fast alles... »
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Das Programmheft zur Krise
Donnerstag, September 10th, 2009Traumstoff
Donnerstag, August 13th, 2009"...Der Drang zu wissen was die Welt im Innersten zusammen hält scheint nach der Erledigung der trivialeren Probleme der menschlichen Existenz, das Thema zu sein, dass den Menschen bewegt. Den Drang zur Sinnessuche haben Priester und Diktatoren ausgenutzt, in Poesie verwandelten ihn Dichter und Musiker und zur meist seriösen Anhäufung von Ansehen benutzen ihn z.Z.... »
Im Gegenturm
Donnerstag, August 13th, 2009".. Das schlechte Gewissen, Ingo Schulzes Wende-/Nachwenderoman nicht in der Rezension des "Turms" diesem entgegengestellt zu haben wurde selbstgerecht mit der Begründung weggewischt, beim Hören des Ersteren noch kein de facto Literaturrezensent gewesen zu sein, obwohl es schon wurmt, verpasst zu haben, die unprätenziöse Ehrlichkeit Ingo Schulzes der selbstbeweihräuchernden Verlogenheit des Uwe Tellkamp... »
Fernsehen verdirbt den Charakter
Donnerstag, August 13th, 2009".. Bei einer durchschnittlichen Studio B - Rezensionsdauer zwischen fuenf und zehn Minuten und einer Einleitung von zweien braucht man kein Psychologe zu sein um dem Rezensenten den Schweiss von der Stirn rinnen zu hoeren, hier drueckt sich einer um's Verdikt, hier ist jemand "gar nicht zufrieden", vielleicht auch nur "gelangweilt"? "peinlich beruehrt"? "nicht beruehrt"?... »
Lord Sandwich reloaded
Sonntag, August 9th, 2009"Zwar braucht man so ein Buch nicht unbedingt um ein Sandwich zu bereiten, aber man wird daran erinnert, welche kulinarische Leistung ein Sandwich ist, wie einfach man sich einen schönen Tag machen kann und welche Innovation die Amerikaner (bzw. Amerikas Einwanderer) hier vollbracht... »
Wie wir heute lesen
Donnerstag, Juni 11th, 2009Ebooks - ein Überblick von Herrn Falschgold ... Der entscheidende Anstoss zur Verbreitung von Ebooks koennte allerdings aus einer vermeintlich todgeweihten Branche kommen - dem Journalismus. Seit Jahren investieren etablierte Zeitungen wie die New York Times oder der Guardian in ihre brillianten, kostenlosen Online-Auftritte, ruinieren sich dabei zusehends und suchen verzweifelt nach einem Businessmodell, dass ihnen das Ueberleben garantiert. Und so... »
Polnisches LSD
Donnerstag, Juni 11th, 2009Wenn man jung ist und jede Zukunft gleich weit entfernt, liesst man utopische Romane. Irgendwann jedoch wird man des Unterschieds gewahr zwischen den Moeglichkeiten des 23. Jahrhunderts und wenn das Abitur geschafft ist, dass schon die Verheissungen vom Beginn des Schuljahres wenig mit den Ereignissen beim Abschlussball gemein hatten und ahnt Betrug, wenn von Weltenfrieden und Sex mit Aliens zu... »
Stadt, Land, Mensch
Sonntag, Mai 24th, 2009Jeden Monat machen wir in unserer Sendung “Studio B - Lobpreisung und Verriss” auf Geschriebenes aufmerksam und streuen dabei nur gelegentlich ein Hörspiel oder Audiobook ein. Das ist ungerecht, ist doch das gut vorgelesene Buch nicht nur als Helfer des nur defizitär Lesefähigen beliebt, sondern - wie im Falle der hier Ausführenden - Hilfe bei der Erledigung lähmend langweiliger Hausarbeit,... »
Was kommt?
Donnerstag, Mai 14th, 2009Am Donnerstag, dem 9.Juli 2009 ab 21:30 gibt es hier die nächsten Rezensionen: Herr Falschgold bemüht sich heftig Deutschsprachige Literatur zu entdecken, die ihn anspricht, kann aber Verrisslosigkeit für die nächste Sendung nicht garantieren. Frau Lumpini lernt gerade etwas über die Geschichte des Calvinismus, ob das Werk rezensionswürdig ist, werden wir sehen. Wie immer, sobald wir mehr wissen, sagen wir auch... »
Die Heiner Müller Maschine
Donnerstag, April 9th, 2009Der vernüftigste Mensch, der je auf dieser Erde wandelte ist am 30. Dezember 2005 gestorben, an Lungenkrebs, ohne zu murren, wie es sich fuer einen vernüftigen Zigarrenraucher gehört. Zum 31. Dezember 2005 ist die Welt, nach 66 Jahren mit wenigstens einem Ansatz an unaufgeregter, wohldurchdachter, interessierter Reflektion derselben, zurückgefallen in ihren inhärenten Zustand der eitlen Selbstbüberschätzung, pseudoideologischer Hatz und irrationalem... »