..Den einzelnen Kapiteln sind jeweils kaleidoskopartige Nachrichten vorangestellt, die über fiktive kulturelle, politische oder gesellschaftliche Ereignisse berichten. Diese Vorworte stehen mit der Handlung von “Otherland” nicht im direkten Zusammenhang, zeigen aber schlaglichartig verschiedene Facetten der Kultur, wie sie sich Tad Williams für die Mitte des 21. Jahrhunderts vorstellt. Oft erscheinen diese Nachrichten absurd, manchmal jedoch erschreckend... »
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Die Realität ist virtuell
Donnerstag, Januar 12th, 2012Wahnsinn!
Donnerstag, November 10th, 2011"Es gibt keinen Beweis dafür, dass wir auf diesem Planeten sind, um besonders glücklich oder besonders normal zu sein. Und es spricht viel dafür, dass unser Unglück und unsere Abweichungen, unsere Ängste und Zwänge, also die am wenigsten geschätzten Teile unserer Persönlichkeit uns dazu bringen, eher interessante Dinge zu... »
Blumenkohlohren durch Pugilismus
Donnerstag, November 10th, 2011... A. J. Liebling beschreibt Boxen als fortlaufende Geschichte von Generationen, in denen Männer, die miteinander kämpfen, Geschichte direkt weitergeben, und er, der selbst den Boxkampf in seiner Jugend praktiziert hat, nennt es ein – Zitat - "erregendes Gefühl, vom frühviktorianischen Zeitalter nur durch eine Serie von Schlägen auf die Nase getrennt zu sein." – Zitat Ende... »
Superhero #1
Donnerstag, August 11th, 2011"...Wenn die Radioshow nicht an ihrem Stammplatz, dem Fitzgerald Theatre in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, aufgezeichnet wird, geht sie auf Tour, und findet dann an uns so wundersam erscheinenden Orten wie z. B. der Landwirtschaftsmesse in Michigan statt. Zitat: "Wir touren mit der Show, weil ein Schriftsteller herauskommen und Sachen entdecken muss." Dort verkostet Garrison Keillor Rhabarberkuchen und besichtigt Rinder.... »
Superhero #2
Donnerstag, August 11th, 2011"...Letztens wollte ich dies dann ändern und musste feststellen, dass meine Miniküche überhaupt keinen Lagerraum für Lebensmittel hatte und mein Minikühlfach nur eine Wodkaflasche, die ich für Gäste bereithalte, fassen kann. Ich kaufte also ein kleines Regal und einen Kühlwürfel, um mir permanente Supermarktbesuche zu sparen. Und dann bekam ich ein Kochbuch geschenkt, dessen Inhalt und Autoren ich nicht genügend lobpreisen... »
Einstige Welt wird dumpfe Provinzialität…
Donnerstag, Juni 9th, 2011"Was für ein dankbares Menschenmaterial sind doch die Deutschen! Man braucht ihnen nur Hungerlöhne und eine schwache Hoffnung auf Arbeit zu geben, und schon produzieren sie von selbst eine erstaunlich große Portion an Frohsinn. ... Sollte es je zu einem europäischen Massaker kommen, wird wohl nicht der Eroberungsdrang oder die Aggressivität der Deutschen daran schuld sein, sondern ihre stürmische und... »
Misantr.
Donnerstag, November 11th, 2010"Lag morgens lange im Bett. So endet dieser Tag." Eine Straße in Bremen-Walle. Almatastraße. Ein Hochhaus, darin ein Mann. Den ganzen 18. Stock hat für sich, durch einen Zufall. Ein trauriger Denker ist er, ein armer Schlucker, gepeinigt von den Mitmenschen und der elenden Umwelt. Nicht einmal sein Freund Clemens versteht ihn. Und auch die Liebe bietet keinen Ausweg. Germar... »
Darauf haben wir gewartet
Donnerstag, September 9th, 2010"Seine Lebensumstände sind nicht rosig. Nicht gerade als Wunschkind in proletarische Verhältnisse geboren, beschreibt er seine ersten Kinderjahre in einem Umfeld zwischen Deutschnationalen und Republikanern, in der elektrischer Strom nur für die Beleuchtung genutzt wird und auf dem Herd Wäsche und Essen gekocht werden. Und ihm ist immer klar, dass er am unteren Ende der sozialen Leiter steht, deren Einteilung... »
Sommerobsession
Donnerstag, September 9th, 2010"Stoischen Gemütes spricht er fast nie und bleibt fast immer ruhig, außer wenn er seine heldischen Nahkampffähigkeiten einsetzen muss, allerdings verabscheut er den Kampf mit Messern. Der Kampf gegen mehrere Gegner ist nie ein Problem. Er trinkt seinen Kaffee schwarz und ist von Mathematik und Bluesmusik fasziniert, und er weiß immer, wie spät es ist, ohne jemals eine Uhr zu... »
Krieg ist immer.
Donnerstag, September 9th, 2010Zur Zeit sind es knapp 40. In Afghanistan kämpfen Amerikanische Truppen jetzt im 10. Jahr. Während der Krieg in den Medien durch Zahlen und Zeiten, Feinde und Verbündete, Regionen und Gebiete dargestellt wird, leben und sterben vor Ort Menschen, sogenannte Soldaten. Was in deren Kopf vorgeht, wie ein Alltag zwischen Leben und Tod bewältigt wird und welche Auswirkungen das auf... »