Lesung mit Wolfgang Frömberg (Intro)
..aus seinem Debütroman “Spucke” Groovestation, 28.11., 21.00 Uhr
Wolfgang Frömberg wurde 1973 in Köln geboren. Seit 2000 schreibt er in zunehmender Regelmäßigkeit über Popkultur. Von 2002 bis Ende 2006 arbeitete er als Redakteur bei Spex, seit Anfang 2007 ist er Teil der Redaktion des Magazins Intro. Er hat außerdem Artikel in Jungle World, Kölner Stadtrevue und Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlicht.
Wolfgang Frömberg wurde 1973 in Köln geboren. Seit 2000 schreibt er in zunehmender Regelmäßigkeit über Popkultur. Von 2002 bis Ende 2006 arbeitete er als Redakteur bei Spex, seit Anfang 2007 ist er Teil der Redaktion des Magazins Intro. Er hat außerdem Artikel in Jungle World, Kölner Stadtrevue und Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlicht.
In seinem Debütroman “Spucke” schreibt Frömberg über seine Zeit beim Musikmagazin “Spex”. “Frömbergs Held und Antiheld Förster ist bettelarm, reibt sich für die Arbeit an Spucke auf und wird dabei (…)langsam verrückt. Oder, man kann es auch so sehen – er sieht plötzlich klarer. Er sieht, dass wir alle Leichen im Keller haben. (…) Frömberg hat keine Zeit für Klatsch, es geht ihm um das große Ganze, wie jedem ordentlichen Linken. Daher hat die Nation, hat der März-Verlag, die Wochenzeitung Jungle World, haben Bret Easton Ellis, Zadie Smith, Rainald Goetz und ihre Schreibtheorien einen größeren Platz im Roman als die Redaktion. Es geht Frömberg um die Frage: Wie kann man als Linker, als Pop-Liebhaber, als Mensch in diesem Kapitalismus bestehen, ohne verrückt zu werden? Und wie kann man schreiben, ohne darüber zu schreiben? Heraus kommt dabei eine durchaus fesselnde Geschichte, Frömbergs Erzähler legt falsche Fährten, spielt die Protagonisten gegen einander aus, wechselt rasch die Perspektiven und findet immer wieder eine Metaebene, wo wir keine erwarten. Das macht seinen Roman stark und lässt die paar Stellen vergessen, an denen etwa Blumfeld oder Tocotronic anstelle von Philosophen herhalten müssen oder Wehleidigkeit den guten alten Klassenhass vergessen machen soll. Förster ist, obschon auch manchmal zu verschnöselt, sehr liebenswert. ” (Jörg Sundermeier). Ein brisanter und raffiniert konstruierter Bildungsroman über einen Kopfarbeiter, dessen Vater noch mit den Händen ans Werk ging.